ZENTRALAFRIKANISCHE REPUBLIK | Erweiterung des Krankenhauses eröffnet

Artikelinfo
Datum: 
15.05.2017
Autor: 
Office Cap Anamur

Mit einem großen Fest wurde im April die neue Innere Station unseres Krankenhauses in Bossembélé eingeweiht. Der Bau der Erweiterung war nötig geworden, da die alten Räumlichkeiten nur durch eine steile Treppe erreichbar und viel zu klein waren. Lokale Politiker, Journalisten und UN-Mitarbeiter kamen zur Eröffnung und ließen sich von unseren Mitarbeitern durch die Räume des Krankenhauses führen. Mittlerweile ist das Team der Inneren Medizin in die neuen Räume umgezogen und hat dort auch bereits die Arbeit aufgenommen. Seit circa drei Jahren arbeiten wir in der Zentralafrikanischen Republik, schulen dort das medizinische Personal und bauen sukzessive das Krankenhaus in Bossembélé aus.

Einführung eines Morgenrapports

Um gemeinsam komplexe Fälle zu erörtern und über Fragen und Probleme im Krankenhaus zu sprechen, trifft sich das medizinische Personal in Bossembélé nun täglich zum Morgenrapport. Dabei bekommt jede Abteilung die Chance, neue und schwierige Fälle den Kollegen vorzustellen und gemeinsam eine Lösung und neue Ansätze zu finden. Außerdem wurde das Schichtsystem in der Geburtenabteilung umgestellt, um auch nachts besser auf Notsituationen reagieren zu können.

Die Einführung sogenannter „Notfallkarten“ für besonders akute Fälle, beispielsweise für Kinder mit sehr hohem Fieber, soll gewährleisten, dass diese bei der Apotheke und der Konsultation schneller behandelt werden. So soll zum Beispiel verhindert werden, dass das Kind beim Warten auf dem Spitalgelände zu krampfen beginnt.

Sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern treten aktuell vermehrt Fälle von Hirnhautentzündung auf. Um die Infektionen einzudämmen, planen unsere Mitarbeiter vor Ort derzeit eine große Impfkampagne im gesamten Bezirk von Bossembélé.

Neue Bauprojekte geplant

Die Notstromversorgung ist komplettiert worden. Damit haben nun die medizinische Abteilung und die Apotheke jeweils auch eine eigene Versorgung mit Solaranlage. Das nächste Bauprojekt ist die Errichtung neuer Toiletten und eines Personalwohnheims.

Außerdem soll das Gesundheitszentrum in Lambi, das beim letzten Sturm schwer beschädigt wurde, beim Neubau von unseren Arbeitern unterstützt werden. Die Brücke auf dem Weg dorthin wurde bereits ausgebessert. Nun folgt die Errichtung eines neuen Konsultationsraums und eines Entbindungszimmers, sodass dort ab Anfang Mai die medizinischen Tätigkeiten wieder unter Dach aufgenommen werden können. Aktivitäten wie Konsultationen und Impfungen finden dort aktuell draußen statt.

Fruchtbare Zusammenarbeit

Das Impfprogramm funktioniert, viele Krankheitsbilder, darunter auch Malaria, können inzwischen behandelt werden und die Menschen in der Zentralafrikanischen Republik nehmen unsere Hilfe gerne an. Mittlerweile erhält sogar ein Dorfbewohner in Bossembélé von uns eine Ausbildung, die ihn dazu befähigt, als Community-Health-Worker im Gesundheitsposten zu arbeiten.

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